Philips Screeneo: Der Ultrakurz-Distanz-Beamer im Test Philips
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Philips Screeneo: Der Ultrakurz-Distanz-Beamer im Test

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Für den mobilen Gebrauch konzipierte Beamer sind oft unausgewogen in Sachen Ausstattung und Bedienung. Philips will mit dem Screeneo alles anders machen. Hier unser Test.

Ein üblicher Beamer verlangt in der Regel nach einigen Metern Abstand zur Leinwand, um ein ordentliches Bild auf die weiße Fläche zu zaubern. Der Philips Screeneo schafft hier auf zweierlei Weisen Abhilfe. Nicht nur, dass sich das Bild des Philips-Beamers an verschiedenfarbige Untergründe anpassen lässt, auch der Abstand zur Leinwand darf weit geringer ausfallen. Bei zehn Zentimetern bringt der Screeneo eine Diagonale von 50 Zoll (127 cm) auf die Wand. Bei 44 Zentimetern sind es 100 Zoll (2,54). Dazwischen ist alles möglich.

 

Grobes Bild bei hoher Auflösung

Allerdings tendiert das Bild bei einer Entfernung nahe der 40 Zentimeter zur Grobkörnigkeit. Schließlich löst der Beamer mit „nur“ 1.280 x 800 Pixeln auf. Und hier sind wir schon beim Knackpunkt: Wer sich den Screeneo zu Heimkino-Zwecken anschafft, wird zwar mit dem Kontrastverhältnis von 100.000:1 glücklich, mit der fehlenden Full-HD-Auflösung allerdings nicht ganz. Auch wenn die Pixeldichte für Gelegenheitsschauer in Ordnung geht. Immerhin steuert Philips durch den Einsatz aktiver Shutter-Brillen (eine liegt dem Screeneo bei) einer potenziellen Auflösungsreduktion im 3D-Betrieb entgegen. Zum Vergleich: Bei der passiven Polfilter-Technik, wie man sie aus dem Kino kennt, reduziert sich die Auflösung auf die Hälfte, bei Shutter-Brillen nicht.

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Dennoch ist der Screeneo mehr auf Mobilität ausgerichtet und macht deshalb im Büro oder während des sonstigen schnellen Einsatzes eine deutlich bessere Figur als im heimischen Wohnzimmer. Das fängt schon bei der LED als Lichtquelle an. Technikbedingt kann der Nutzer den Beamer so oft an- und ausschalten wie er will und muss keinen frühzeitigen Birnentod befürchten. Laut Philips hält die integrierte LED rund 30.000 Stunden durch, bevor ein Ersatz her muss. Darüber hinaus steckt im Beamer ein 2.1-Soundsystem mit 26 Watt Ausgangsleistung, das bei normalem Lautstärkepegel im Raum einen mehr als ordentlichen Sound samt satter Bässe zaubert. Und das ganz ohne Nebenwirkungen wie Überlastungsgeräusche, die bei derart klein konzipierten Boxen keine Seltenheit sind.

 

Die Anschlüsse des Screeneo

Inhalte empfängt der Screeneo entweder klassisch per HDMI, VGA und USB oder drahtlos per Wlan, Bluetooth und DLNA. Die Einrichtung geht schnell von der Hand und auch das Android-Menü fällt größtenteils übersichtlich aus. Lediglich, das Fehlen einer QWERTZ-Tastatur auf der Rückseite der Fernbedienung, wie sie beispielsweise der PFL8000er TV-Reihe beiliegt, erschwert die Bedienung. Gerade Apps wie Youtube hätten davon profitiert.


Die Tatsache, dass das Gerät mit integriertem DVB-T-Tuner (auch ohne erhältlich) und zugehöriger Antenne ausgeliefert wird, macht den Screeneo außerdem zum perfekten Partner für spontane Tatort- und Fußballabende im kleinen Kreis mit großem Bild. Allerdings ist der Screeneo nur etwas für Gutbetuchte. Denn auch wenn der Beamer mit fünf Kilo Gesamtgewicht (Transporttasche liegt bei) angenehm leicht daherkommt – ein Fliegengewicht für den Geldbeutel ist der Screeneo mit seiner Preisempfehlung von 1.599 Euro wahrlich nicht.

 

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Dieser Beitrag stammt von und dem planetoftech-Team