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Amazon erweitert die Alexa-Familie Bild: Amazon

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Das Zeitalter der Echo-Accessoires

Amazon meint es wirklich ernst, zum ganz großen Player im Internet der Dinge zu werden und Amazons Echo war dabei nur der Anfang. Das zeigte sich eindrucksvoll auf Amazons Subprise-Event letzte Woche, auf dem auffällig wenige neue Echo-Modelle zu sehen waren, sondern hauptsächlich verbesserte Versionen. Die amerikanische Technologie-Website The Verge kommentierte gar: „Das Zeitalter der neuen Echos ist vorbei; das Zeitalter der Echo-Accessoires beginnt“.

Hintergrund ist laut The Verge die Tatsache, dass Amazon mittlerweile für jeden spezifischen Bereich im Haus schon einen spezifischen Echo im Sortiment hat: Es gibt das standardmäßige Echo fürs Wohnzimmer, ein größeres Echo, das als Zentrum des Smart Homes dient, (das Echo Plus), ein Echo für die Küche (das Echo Show), ein Echo für den Nachttisch (das Echo Spot) ein Echo für den Fernseher (den Fire TV Cube) und einen kleineres Echo, das in alle restlichen Bereiche passt (das Echo Dot). Rechnet man noch die beiden neuen Geräte dazu, die Amazon auf dem aktuellen Event vorgestellt hat, das Echo Input (mit dem man Alexa mit bereits vorhandenen Lautsprechern anderer Marken verknüpfen kann) und das Echo Auto für das eigene Fahrzeug hat Google die volle Dominanz im Haus der Kunden bereits durchgesetzt.

In diesem Bereich neuer Echo-Produkte gibt es für Amazon also kaum noch Wachstumspotential – es sind schlicht keine alltäglichen Lebensbereiche übrig, die noch nicht durch ein Produkt abgedeckt würden. Außerdem kaufen sich Kunden anders als bei Smartphones selten Upgrades. Und gerade, weil Amazons schärfster Konkurrent Google immer mehr Land gewinnt, muss Amazon seinen technologischen Vorsprung nutzen und das Konzept zum echten Smart Home hin weiterdenken. Ab nun wird die Entwicklung der Software hinter den Geräten im Vordergrund stehen, damit in der Zukunft möglichst viele Geräte im Haushalt möglichst einfach mit dem Alexa-Ökosystem verknüpft werden können. Kein Wunder, dass Amazon nun mehr als 10 überarbeitete oder ganz neue Alexa-kompatible Geräte vorgestellt hat:

Die überarbeiteten Echo-Produkte:

Das neue Echo Dot
Das beliebteste aller Echo-Produkte ist das kleine Echo Dot – kein Wunder, schließlich ist es auch das günstigste aller Varianten. Das neue Echo Dot hat von Amazon nicht nur einen besseren Lautsprecher verpasst bekommen, sondern auch ein Design-Update aus Stoff in den Farben Anthrazit, Hellgrau und Sandstein. Der Preis bleibt mit 59,99 Euro unverändert.


Das neue Echo Plus
Das überarbeitete Echo Plus kommt in neuen Design-Varianten, die sich wesentlich besser in einen Raum einfügen, hat einen integrierten Zigbee-Smart Home-Hub und verbesserte Lautsprecher. Außerdem gibt es einen integrierten Temperatur-Sensor, der basierend auf der Raum-Temperatur Alexas Routinen auslösen kann. Wird beispielsweise im Wohnzimmer die 27-Grad-Marke erreicht, kann Alexa eine Benachrichtigung an das Smartphone schicken und einen Ventilator einschalten, der an eine smarte Steckdose angeschlossenen ist. Der Preis bleibt mit 149,99 Euro gleich.
Amazon führt beim Echo Plus außerdem eine verbesserte lokale Sprachsteuerung ein: Auch, wenn das Internet mal ausfallen sollte, kann man diverse Smart Home-Geräte nach wie vor über den Amazon-Lautsprecher kontrollieren. Momentan funktioniert das hauptsächlich für Beleuchtung (wie bei der mitgelieferten Philips Hue Lampe), aber Amazon will nach und nach weitere Geräte bedienen.

 

Echo neue Farben 

Alle verfügbaren Farbvarianten des regulären  Amazon Echo. Bild: Amazon


Das neue Echo Show
Die zweite Generation des Echo Show kommt in einem komplett überarbeiten Design, mit verbesserten Lautsprechern, einem größeren 10-Zoll-Bildschirm und kann durch den Zigbee Smart Home Hub auch als Zentrum des eigenen Smart Homes fungieren. Mit einfacher WLAN-Einrichtung lassen sich automatisch kompatible Smart-Home-Geräte in wenigen einfachen Schritten mit dem WLAN und mit Alexa verbinden. Dazu muss lediglich das Smart-Home-Gerät angeschaltet werden, es erkennt dann von selbst das WLAN und Echo Gerät. Die einfache WLAN-Einrichtung ist für die neuen Echo Geräte und den neuen Amazon Smart Plug verfügbar. Künftig wird das Echo Show außerdem mehr Web-Browser unterstützen (z.B. Firefox), zudem wird es eine Skype-App für das Gerät geben, wodurch man direkt auf dem Echo Show Video-Telefonate führen kann. Das neue Echo Show wird 229,99 Euro kosten.


Das Echo Auto
Mit diesem wirklich neuen Alexa-Gerät hat Amazon das ultimative Gerät entwickelt, um Alexa tragbar und mobil zu machen. Das Echo Auto wird zunächst nur in Amerika und nur für eingeladene Nutzer erhältlich sein. Es wird über das Smartphone verbunden und spielt anschließend über die Auto-Lautsprecher Musik ab. Auch alle üblichen Alexa-Sprachsteuerungsbefehle wird es wie gewohnt geben.
Wann das Gerät nach Deutschland kommen und wie viel es kosten wird, ist bislang noch nicht bekannt. Durch eine Kooperation zwischen Amazon und BWW ist eine Alexa-Integration aber bereits seit Mitte dieses Jahres für BMW und Minis verfügbar.

Das neue Echo-Zubehör:

Das Echo Input
Das Echo Input wird in Lautsprecher gesteckt, die man bereits zu Hause hat, denn das Input verfügt selbst über keinen eigenen Lautsprecher. Das Echo Input ist nur 12,5 mm hoch, in Schwarz oder Weiß erhältlich und besonders unauffällig und elegant. Es wird für 39,99 Euro erhältlich sein.

 

Echo Input

Das neue Echo Input. Bild: Amazon


Der Echo Sub
Nachdem die Echo-Geräte ja nicht unbedingt mit starkem Sound brillieren, gibt es nun das Echo Sub zur Rettung des Bass. Wenn das Sub mit einem anderen Echo-Gerät verknüpft wird, sorgt es für wummende Töne im tieferen Frequenz-Bereich. Mit der Equalizer-Funktion können Bass, die Mitten und die Höhen per Sprache angepasst werden: „Alexa, dreh den Bass auf.“ Der Echo Bass kostet 129,99 Euro.

 

Echo Sub

Der neue Echo Sub. Bild: Amazon


Der Amazon Smart Plug
Diese Alexa-kompatible, smarte WLAN-Steckdose kommt in eine beliebige Wand-Steckdose und steuert dann kompatible Lampen, Ventilatoren, Kaffeemaschinen und vieles mehr für 29,99 Euro. So kann man Alexa beispielsweise auftragen, die mit dem Smart Plug verbundene Kaffeemaschine  auszuschalten, egal wo man ist. Um loszulegen benötigt man lediglich ein Alexa-fähiges Gerät wie Echo, Fire TV, Fire Tablet, Sonos One oder auch nur die Alexa App auf dem Smartphone. Danach kann man ganz einfach Routinen einrichten, mit denen beispielsweise um 6 Uhr morgens die Lichter angehen und abends um 10 Uhr wieder aus. Mit mehreren Amazon Smart Plugs lassen sich entsprechend viele Geräte steuern.


Echo Dot, Echo Plus, Echo Sub und Amazon Smart Plug können ab sofort vorbestellt werden und werden ab dem kommenden Monat ausgeliefert. Echo Input ist später in diesem Jahr verfügbar.

Amazons neueste Innovationen

Und zu guter Letzt haben wir noch drei Produkte, die bislang nur in den USA vorgestellt wurden. Die Marktstarts für Deutschland sind noch nicht bekannt, aber einen kleinen Vorgeschmack, auf was da noch kommen wird, möchten wir trotzdem geben.


Die AmazonBasics Microwave
Dieses Gerät ist vermutlich der wichtigste Vorbote dafür, wie weit Amazons Smart Home-Konzept in der Zukunft gehen könnte. Amazons Hausmarke AmazonBasics bringt in den USA eine Mikrowelle auf den Markt, die das Alexa Connect Kit nutzt, das auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt wird. Zu diesem Kit gehören ein WLAN- und ein Bluetooth-Modul mit einer Software, die sich automatisch mit Amazons Cloud-Diensten verbindet. Die Mikrowelle wird keinen eigenen Lautsprecher haben, sondern über Bluetooth mit einem beliebigen Echo-Gerät verbunden sein.


Die Echo Wall Clock
Ähnlich wie die Amazon-Mikrowelle wird diese Wanduhr über Bluetooth mit einem Echo-Lautsprecher verbunden sein. Es wird möglich sein, Timer und Wecker mit der Alexa-Sprachsteuerung zu stellen.


Das Alexa Guard
Das Alexa Guard ist Amazons nächstes Vorstoß in die Bereiche Alarmanlagen und Sicherheit. Laut Amazon soll die neue Sicherheits-Funktion „Echo-Geräte, Smarte Beleuchtung und Alarmanlagen verschiedener Anbieter integrieren, damit Kunden ihre Zuhause besser schützen können, wenn sie nicht zu Hause sind“. Darunter fallen auch Amazons hauseigene smarte Türklingeln oder Sicherheitskameras des aufgekauften Unternehmens Ring.
Wenn Alexa Guard eingeschaltet ist, identifiziert es verdächtige Geräusche, die dann per Audio-Clip an den Nutzer geschickt werden, wie z.B. das Geräusch von zerbrechendem Glas. Außerdem verfügt Alexa Guard über Rauch- und Kohlenmonoxid-Melder. Alexa Guard kann mittels Machine Learning die eigene Smart-Beleuchtung im Haus in natürlich wirkenden Intervallen an- und ausschalten, um Diebe abzuschrecken.