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Statt sie wegzuwerfen

Die Deutschen horten 100 Millionen Handys

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Wohin das Auge blickt: Menschen mit nagelneuen Smartphones. Aber was haben die Deutschen mit ihren alten Geräten gemacht? Eingelagert, wie der Branchenverband Bitkom festgestellt hat.

Bitkom hat basierend auf einer Umfrage des Instituts Aris ermittelt, wie viele Handys die Deutschen horten. Demnach gönnt sich der deutsche Smartphone-Nutzer im Schnitt alle drei bis vier Jahre ein Neugerät – und behält das alte meist. Insgesamt stapeln sich in Deutschland dadurch rund 100 Millionen Handys – 39 Prozent mehr als noch im Jahr 2010, als Bitkom von 72 Millionen Altgeräten sprach. Insgesamt sollen 84 Prozent der Deutschen (also ca. 59 Millionen Menschen) mindestens ein in Rente geschicktes Handy zuhause rumliegen haben. Sieben Prozent haben zwei und fünf Prozent sogar vier Geräte auf Halde. Logischerweise haben sich die Wenigsten (47Prozent) schon mal um die Entsorgung gekümmert. Womöglich auch, weil sie nicht wissen, wohin mit der Elektronik.

 

Alte Handys entsorgen: So klappt’s

Wichtig: Weder Altgeräte noch ihre Akkus gehören in den Hausmüll, sondern ordentlich entsorgt. Der Verband empfiehlt deshalb, die alten Handys bei kommunalen Sammelstellen abzugeben. Oder bei den großen Mobilfunkanbietern, die die Geräte entweder in ihren Shops oder per Post entgegennehmen. Die kostenlose Rückgabe von alten Smartphones und Handys soll aber bald noch einfacher ausfallen. Eine Novelle des Elektrogesetzes sieht vor, dass alle Elektronikgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von mehr als 400 Quadratmetern Altgeräte beim Kauf eines neuen gratis zurücknehmen. Auch andere kleine Geräte, mit Kantenlängen bis 25 Zentimeter, sollen sich dann ohne Neukauf abgeben lassen. Das entsprechende Gesetz ist allerdings noch nicht in Kraft getreten, da der Bundestag voraussichtlich erst im Juni darüber entscheidet.

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