Totalausfall bei Facebook, Instagram und Whatsapp Bild: Getty Images

Totalausfall bei Facebook, Instagram und Whatsapp

Facebook, Instagram und Whatsapp erlitten gestern den bislang schwersten Ausfall aller Zeiten

Marc Zuckerbergs Unternehmen musste sich in letzter Zeit mit vielen Problemen rumschlagen: Datenleaks, peinliche Stellungnahmen vor dem amerikanischen Senat, schwindendes Vertrauen in die Marke und damit zusammenhängend schwindende Nutzerzahlen. Technisch lief hingegen immer alles glatt beim Social Media-Giganten: Bis gestern. Denn plötzlich berichteten User auf der ganzen Welt von schwerwiegenden Problemen auf Facebook und dem dazugehörigen Messenger, sowie anderen Diensten, die ebenfalls dem Unternehmen gehören, wie z.B Instagram und Whatsapp. Sogar die Virtual Reality Firma Oculus war von den Ausfällen betroffen.

Den letzten Ausfall dieser Tragweite verzeichnete das Unternehmen 2008, als das Netzwerk mit knapp 150 Millionen Nutzern noch vergleichsweise klein war. Mittlerweile nutzen mehr als 2.3 Millionen Menschen auf der ganzen Welt die verschiedenen Netzwerke der Firma Facebook und zwar viel häufiger und intensiver als noch vor einem Jahrzehnt.

Wo es zu Ausfällen kam

Zahlreiche Regionen der Erde waren von den Ausfällen betroffen, darunter Nord- und Südamerika, Europa und weite Teile Asiens. Laut downdetector.com, ein Drittanbieter der Ausfälle von Web-Diensten registriert, Nutzerbeschwerden sammelt und bei den Betreibern der Dienste nachforscht, waren die Ausfälle der Firma Facebook tatsächlich ein globales Problem. Die meisten gemeldeten Probleme mit Facebook und den Geschwister-Apps kamen demnach von der US-amerikanischen Ostküste, Kolumbien, Brasilien und Argentinien. Auch Großbritannien, die Niederlande, Belgien und Deutschland waren Problem-Hotspots, während in Asien vor allem die Philippiner, die Japaner und die Vietnamesen für eine Weile ohne die heißgeliebten sozialen Netzwerke auskommen mussten.

Diese Probleme traten auf

Während sich die Apps und Websiten problemlos öffnen ließen, war die Anwendung für viele User nicht so reibungslos wie gewohnt. Im Fall von Facebook waren vor allem der Newsfeed und der Messenger betroffen, während in Instagram oft gar nichts mehr ging: Posts wurden nicht mehr geladen, ebenso wenig wie das eigene Profil oder die Nachrichten. Das Hochladen von neuen Inhalten, beispielsweise in den Stories, funktionierte ebenfalls nicht.
Wer weiß schon, wie viele Dates wegen nicht funktionierender Messages nicht zustande kamen, wie viele Menschen freudige Nachrichten erst Stunden später erreichten oder wie viele Online-Events verschoben werden mussten.

Nachdem Instagram und Facebook nicht nur für private Zwecke, sondern von einer zunehmenden Anzahl von Menschen auch zu geschäftlichen oder beruflichen Zwecken genutzt werden - zum Promoten von Produkten, für politische Kampagnen, als Servicetool für Kundensupport und so weiter - kann so ein Ausfall echte finanzielle Konsequenzen oder andere negative Folgen für viele Nutzer nach sich ziehen. Aber auch Facebook selbst hat durch den Ausfall einen finanziellen Schaden erlitten, da beispielsweise Facebooks hauseigenes Advertising-System betroffen war. Nutzer, die Werbung auf der Plattform schalten wollten, bekamen nur eine Fehlermeldung.

Das sagt Facebook

Die frustrierten Nutzer machten sich ihrem Ärger unterdessen auf der Konkurrenzplattform Twitter Luft, inklusive eigens kreierter Hastags wie #facebookblackout, #instablackout oder etwas optimistischer #timeout - um vielleicht abseits des Internets mal wieder was zu erleben.

Mittlerweile, einen Tag später, dürfte das Problem mehrheitlich gelöst sein, wobei immer noch Nutzer auf der ganzen Welt von vereinzelten Problemen berichten. Was nun tatsächlich der Grund für den globalen Totalausfall war, dazu wollte sich Facebook bislang nicht äußern. Nur so viel: An überlasteten Servern aufgrund einer DDoS-Attacke soll es nicht gelegen haben.

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