Gefährliches Comeback: Der GVU-Trojaner ist wieder da

30.01.2013 | Stefan Mayr
Gefährliches Comeback: Der GVU-Trojaner ist wieder da Bild: BSI
Wer sein System nicht aktuell hält, wird oft von Viren heimgesucht. Ein Vorzeige-Kandidat: der GVU-Trojaner. Letzterer ist in einer neuen Version zurück, wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik meldet.
Ist das System erst mal infiziert, zeigt der Trojaner einen Sperrbildschirm an. Dem Nutzer wird unterstellt, sein Rechner wurde in Zusammenhang mit kinderpornografischen Materials, terroristischen Aktionen, Urheberrechtsverletzungen und sonstigen Straftaten ertappt. Auch diesmal wollen die Verantwortlichen Geld vom Opfer sehen. Genauer gesagt 100,00 Euro, die man mittels Paysafecard oder Ukash an die Hacker übermitteln soll. Hier gilt: Finger weg.

Dass der Rechner nach Begleichung der Forderung wieder freigeschaltet wird, ist nämlich sehr unwahrscheinlich. Zu allem Überfluss zeigt der GVU-Trojaner in der aktuellen Version ein Foto an, welches nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes eine „strafbewehrte jugendpornografische Darstellung“ beinhaltet. Soll heißen: Wer einen Screenshot macht, befindet sich damit im Besitz von Jugendpornografie.

Zwar kursieren im Netz zahlreiche Anleitungen zum Entfernen der infizierten Datei, wirklich sicher fährt man damit allerdings nicht. Schließlich ist es wahrscheinlich, dass der Rechner – einmal infiziert – ständig neue Malware aus dem Netz nachlädt. Unser Tipp: Festplatte formatieren und System komplett neu aufsetzen – auch wenn dies einige Zeit in Anspruch nimmt.

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