Microsoft droht saftige Strafe

25.10.2012 | Stefan Mayr
Microsoft droht saftige Strafe Bild: getty images
Microsoft behielt den Windows-7-Nutzern im letzten Jahr eine freie Browserwahl vor – eine Entscheidung, die unter Umständen nicht ungestraft bleibt. Jetzt droht den Redmondern ein Kartellverfahren.
Denn: Die Europäische Kommission hat sich eingeschaltet und will Microsofts Verhalten nicht tolerieren. Eine entsprechende Beschwerde ist beim Hersteller bereits eingegangen. Die Kommission ist der Meinung, Microsoft habe es versäumt, das im Februar letzten Jahres veröffentlichte Windows-7-Serice-Pack-1 mit einem Browser-Auswahlfenster auszuliefern. Der weitere Verlauf hängt jetzt davon ab, wie Microsoft reagiert.

Die Redmonder können nach Wahl eine mündliche Anhörung fordern oder eine schriftliche Stellungnahme abliefern. Sollte Microsoft nicht reagieren, könnte der zuständige Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent von Microsofts Jahresumsatz verhängen. Zum besseren Verständnis: Für das abgelaufene Geschäftsjahr wies der Hersteller 73,7 Milliarden US-Dollar aus. Bereits Mitte des Jahres hatte sich Microsoft für den Fehler entschuldigt.