Grüne fordern Strafe für langsame Internet-Anschlüsse thinkstock
Weniger DSL als gebucht

Grüne fordern Strafe für langsame Internet-Anschlüsse

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Kennt man als Internet-Nutzer: Der Anschluss ist gebucht, der Router installiert – und dann kommt nur ein Bruchteil der gebuchten Bandbreite aus der Leitung. Die Grünen wollen damit Schluss machen.

Internet-Provider werben nicht einfach mit Bandbreiten von 50 oder 100 Megabit pro Sekunde – sie werben mit „bis zu“ 50 oder 100 Megabit pro Sekunde. Das soll die Anbieter gegen potenzielle Beschwerden absichern. Die Grünen wollen dieser Praktik nun den Garaus machen, wie die FAZ berichtet. Internetprovider sollen Bußgelder und Schadensersatz zahlen, wenn nicht mindestens 90 Prozent der angegeben Übertragungsgeschwindigkeit beim User ankommt.


Kommen die Grünen mit ihrer Forderung durch, müssten einige Provider nachbessern. Bei einer bundesweiten Messung der Bundesnetzagentur im Jahr 2014 kam bei 75 Prozent der Nutzer nur die Hälfte der maximalen Datenrate an. „Wenn ich aber für 50 Megabit in der Sekunde zahle, will ich das auch bekommen. Wie würde wohl der Anbieter reagieren, wenn ich im Gegenzug nur ‚bis zu‘ 100 Prozent meiner Telefonrechnung bezahle?", sagt die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner. Jetzt soll die Bundesnetzagentur europäische Verordnungen umsetzen, die Mindestanforderungen vorschreiben.

Dieser Beitrag stammt von und dem planetoftech-Team